Subwoofer

Tipps & Tricks: Subwoofer

Tips & Tricks: Subwoofers

Ein Subwoofer ist mehr als nur ein Bassmonster. Richtig eingestellt, verleiht er der Musik Gewicht, Tiefe und einen mitreißenden Puls – so hörst Du sie nicht nur, Du spürst sie. Subwoofer sind speziell dafür gebaut, die tiefsten Frequenzen wiederzugeben – genau das, womit sich normale Kompaktlautsprecher oft schwertun. Und selbst wenn Du ein Paar große Standlautsprecher hast, kann ein guter Subwoofer noch einmal für zusätzliche Tiefe und Größe sorgen.

Die Kunst besteht darin, ihn so mit Deinen Lautsprechern zusammenspielen zu lassen, dass er nicht wie eine separate Kiste klingt, die in der Ecke Bass macht. Zum Glück brauchst Du dafür kein Ingenieurstudium. Hier sind unsere liebsten Tipps und Tricks, um das Beste aus Deinem Subwoofer herauszuholen.

Was macht ein Subwoofer eigentlich?

Für die Musikwiedergabe mit einem Lautsprecherpaar und einem Subwoofer gibt es eine Faustregel: Eigentlich solltest Du den Subwoofer gar nicht bemerken. Bis Du ihn ausschaltest.

Klingt seltsam, oder? Der Punkt ist: Ein guter Subwoofer soll den Klang nicht dominieren. Er soll sich nahtlos mit Deinen Lautsprechern verbinden und das ganze System größer, tiefer und müheloser klingen lassen.

Trotzdem bleibt Bass Geschmackssache. Die einen wollen einen dezenten, perfekt integrierten Tiefton. Die anderen wollen die Kickdrum in der Brust spüren und beim Filmabend das Sofa zum Beben bringen. Beides ist völlig in Ordnung. Es ist Dein System. Hör so, wie es Dir gefällt!

Welchen Subwoofer soll ich wählen?

Das Wichtigste zuerst: Der richtige Subwoofer hängt von der Größe Deines Raums ab, von Deinen Lautsprechern, davon, wie laut Du hörst – und, seien wir ehrlich, davon, wie viel Bass Du willst.

Unsere MALMÖ SUB-Serie ist die einfache Plug-and-Play-Lösung. Übernahmefrequenz, Phase und Pegel lassen sich einstellen – ganz ohne großen Aufwand.

  • MALMÖ SUB 6 ist der Kompakte. Perfekt für kleinere Räume, Desktop-Systeme und Wohnungen, in denen der Platz begrenzt ist, ordentlicher Bass aber trotzdem sein muss.
  • MALMÖ SUB 8 ist der Allrounder. Mehr Druck und mehr Format – und trotzdem kompakt genug für die meisten Räume.
  • MALMÖ SUB 10 wird es ernst. Seine raumfüllende Wucht macht ihn zur besseren Wahl für größere Räume, größere Anlagen und alle, die finden, dass der Lautstärkeregler zum Aufdrehen da ist.

Und dann ist da noch der BERLIN SUB. Der BERLIN SUB 10 und der BERLIN SUB 12 gehen deutlich weiter – mit mehr Leistung, fortschrittlichem DSP, Speakermatch™, Room EQ, einstellbarem Delay, Real Time Bass™, XLR-Eingang und integrierter MATRIX Wireless™-Funktion. Der Unterschied zwischen den beiden BERLIN-Modellen liegt vor allem im Format.

  • BERLIN SUB 10 bietet Dir das volle BERLIN-Erlebnis im kompakteren Gehäuse. Er lässt sich leichter aufstellen und ist eine hervorragende Wahl, wenn Du echte Performance willst, ohne dass der Subwoofer den Raum übernimmt.
  • BERLIN SUB 12 legt mit mehr Membranfläche, mehr Headroom und mehr körperlicher Autorität nach. Großer Raum? Hörst Du gerne laut? Soll sich der Filmabend ein bisschen unvernünftig anfühlen? Dann nimm die 12 Zoll.

Und denk daran: Die Treibergröße ist nicht alles. MALMÖ SUB 10 und BERLIN SUB 10 haben zwar beide einen 10-Zoll-Treiber, sind bei Leistung, Technik und Performance aber zwei völlig verschiedene Kaliber.

Tipps zur Subwoofer-Aufstellung

Wo stelle ich meinen Subwoofer am besten auf?

Bei der Aufstellung sind Subwoofer deutlich gutmütiger als Deine Hauptlautsprecher, denn sehr tiefe Frequenzen sind kaum ortbar. Ein guter Startpunkt ist ein Platz an derselben Wand wie Deine Lautsprecher. Das hält die Kabelwege kurz, sieht aufgeräumt aus und funktioniert akustisch oft gut.

Aber – und das ist wichtig – jeder Raum ist anders.

Verschiebe den Subwoofer um 30–50 cm und hör noch mal hin. Besser? Schlechter? Dröhnender? Präziser? Probier so lange weiter, bis Du den perfekten Platz für Dein Zuhause gefunden hast.

Der BERLIN SUB gibt Dir hier etwas mehr Freiheit. Mit dem optionalen MATRIX-Sender überträgt der integrierte MATRIX Wireless™-Empfänger das Audiosignal drahtlos – die beste Position für Deinen Subwoofer muss also nicht die sein, die Dein Kabel erlaubt.
Es gibt aber einen Trick, der die Standortfrage sehr schnell klärt: den Subwoofer-Crawl!

Der BERLIN SUB bringt außerdem einen Room EQ mit, der problematische Bassfrequenzen durch Raumresonanzen reduzieren kann. Für die Feinabstimmung des Room EQ wirfst Du am besten einen Blick in die Bedienungsanleitung des BERLIN SUB.

Hinweis: Vermeide möglichst Ecken. So beugst Du stehenden Wellen und anderen akustischen Problemen vor, die die Klangqualität beeinträchtigen – und glaub uns, das willst Du nicht. Wenn Du es besonders präzise magst, stellst Du den Subwoofer am besten sogar ganz frei, mit Abstand zu den Wänden, auf.

Der Subwoofer-Crawl

Nein, das ist kein neuer Tanzschritt für die Tanzfläche. Es ist eine Methode, mit der Du die beste Position für Deinen Subwoofer in genau Deinem Raum findest – und alles, was Du dafür brauchst, sind Deine Ohren und ein bisschen Zeit. Wissenschaftlich exakte Raumakustikmessung ist das natürlich nicht, aber um einen guten Platz für Deinen neuen Sub zu finden, reicht es allemal.

So geht’s:

  • Stelle Deinen Subwoofer an oder in die Nähe Deiner üblichen Hörposition (also zum Beispiel auf das Sofa).
  • Spiel einen basslastigen Track ab, den Du gut kennst.
  • Geh auf die Knie und krieche durch den Raum (ja, das meinen wir ernst).
  • Achte auf Stellen, an denen der Bass besonders kraftvoll, tief und laut klingt.
  • Hast Du so eine Stelle gefunden, stell Deinen Sub so nah wie möglich daran auf. Passt es dort nicht, probier die nächste Stelle.
  • Aufstehen, Anlage einrichten und los geht’s!

Wenn Du alles ausprobiert hast und der Bass trotzdem nicht so drückt, wie Du es Dir wünschst, könnten zwei Subwoofer die Lösung sein. Es ist keine Schande, sich etwas Unterstützung zu holen – vielleicht ist Dein Raum für einen einzelnen Sub einfach eine Nummer zu groß. Es gibt unzählige mögliche Setups, also lass Deiner Fantasie freien Lauf!

Subwoofer anschließen

Bevor Du irgendetwas anschließt: Schalte Deine Geräte aus. Wenn Dein Verstärker oder Deine Aktivlautsprecher einen Sub-Out haben, ist das normalerweise die einfachste Lösung. Verbinde ihn über ein Subwoofer-Kabel mit Deinem Subwoofer. Beim BERLIN SUB nimmst Du dafür den linken Cinch-Eingang mit der Beschriftung „Mono“.

Hast Du stattdessen einen Stereo-Pre-Out? Dann verbinde den linken und den rechten Ausgang mit den entsprechenden Cinch-Eingängen am Subwoofer. Der BERLIN SUB hat außerdem einen symmetrischen XLR-Eingang für Verstärker und Prozessoren mit XLR-Subwoofer-Ausgang.

Es gibt noch weitere Anschlussmöglichkeiten, falls Du sie brauchst – aber wenn Du an diesem Punkt bist, ist die Bedienungsanleitung wieder Dein bester Freund.

Übernahmefrequenz: Ab wann soll der Subwoofer übernehmen?

Die Übernahmefrequenz bestimmt, bis zu welcher Frequenz Dein Subwoofer spielt und ab wo Deine Hauptlautsprecher übernehmen. Wählst Du sie zu hoch, überlappen sich Subwoofer und Lautsprecher zu stark – der Bass klingt dann dick, dröhnend oder losgelöst. Wählst Du sie zu niedrig, entsteht leicht eine Lücke zwischen dem, wo Deine Lautsprecher aufhören, und dem, wo der Subwoofer anfängt.

Das Ziel ist einfach: Deine Lautsprecher übergeben den Bass an den Subwoofer – und niemand bekommt die Übergabe mit.

Beim MALMÖ SUB ist die Frequenz ein guter Startpunkt, ab der Deine Hauptlautsprecher im Bass nachlassen. Kleinere Regallautsprecher brauchen in der Regel eine höhere Übernahmefrequenz, größere Lautsprecher und Standlautsprecher kommen meist mit einer niedrigeren aus. Für unsere 4-Zoll-, 5-Zoll- und 55-Zoll-Lautsprecher empfehlen wir eine Übernahmefrequenz zwischen 60 und 80 Hz.

Du hast einen BERLIN SUB? Nutze Speakermatch

Hier macht Dir der BERLIN SUB das Leben leichter. Deine Lautsprecher hören unterhalb einer bestimmten Frequenz ja nicht schlagartig auf zu spielen. Ihr Bass fällt allmählich ab – und wie er abfällt, hängt unter anderem von der Konstruktion des Gehäuses ab.

Ein normaler Subwoofer weiß das nicht. Der BERLIN SUB dank Speakermatch™ schon.
Für ausgewählte Argon Audio Lautsprecher gibt es sogar fertige Presets – noch einfacher geht es kaum. Wenn es für Deine Lautsprecher ein eigenes Speakermatch™-Preset im BERLIN SUB gibt, wählst Du es einfach aus und lässt den BERLIN machen.

Kein Preset? Kein Problem. Finde zuerst heraus, ob Deine Lautsprecher ein geschlossenes Gehäuse, ein Bassreflexgehäuse oder einen Passivradiator haben. Wähle dann in Speakermatch™ den passenden Lautsprechertyp und stelle die Übernahmefrequenz passend zu Deinen Lautsprechern ein. Fertig.

Der BERLIN SUB passt sein Übernahme- und Phasenverhalten dann an den natürlichen Abfall Deiner Lautsprecher an. So verhalten sich beide eher wie ein einziges System – und nicht wie Lautsprecher plus eine Kiste in der Ecke, die Bass macht.

Und ja, Du kannst hinterher trotzdem noch nachjustieren. Deine Ohren haben das letzte Wort.

Phase und Delay

Beim Bass kommt es nicht nur darauf an, wie viel davon da ist. Auch das Timing zählt. Deine Lautsprecher und Dein Subwoofer sollten zusammenarbeiten. Arbeiten sie gegeneinander, kann der Bass rund um die Übernahmefrequenz plötzlich schwach oder losgelöst klingen.

Beim MALMÖ SUB startest Du mit der Phase bei 0°. Klingt der Bass rund um die Übernahmefrequenz von Deiner Hörposition aus schwach oder dünn, probier 180° – und nimm die Einstellung, die voller und natürlicher klingt.

Beim BERLIN SUB berücksichtigt Speakermatch™ das Phasenverhalten Deiner Lautsprecher bereits, und das einstellbare Delay gibt Dir ein weiteres Werkzeug an die Hand, um alles sauber aufeinander abzustimmen.

Delay ist vor allem dann nützlich, wenn Dein Subwoofer näher bei Dir steht als Deine Hauptlautsprecher. Ein bisschen zusätzliche Verzögerung sorgt dafür, dass der Schall gleichzeitig bei Dir ankommt und nicht leicht versetzt.
Für eine unkomplizierte Einrichtung gilt aber: Ändere Einstellungen nicht nur, weil es sie gibt. Fang einfach an. Feinschliff kommt später, wenn Du ihn brauchst.

Lautstärke

Spiel am besten einen Song mit gleichmäßigem Basssignal ab und dreh am Pegelregler, bis der Subwoofer ungefähr auf dem Niveau Deiner Lautsprecher spielt. Als Ausgangspunkt empfehlen wir die Mittelstellung des Reglers bzw. Stufe 25 bei den BERLIN-Subwoofern – aber am Ende liegt es an Dir, das bebende Monster Deiner Träume zu erschaffen.

Manchmal ist weniger mehr, gerade wenn Instrumente realistisch klingen sollen. Und manchmal ist mehr einfach mehr, gerade wenn es Spaß machen soll. Es spricht überhaupt nichts dagegen, die Lautstärke je nach Musik anzupassen!

Das war’s auch schon. Jetzt drück auf Play.

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